Informationen zum Thema "Kinematik vermessen"


Jede Werkzeugmaschine weist geringfügige systemische Geometrieabweichungen in den Rundachsen auf.

Diese einzelnen, minimalen Abweichungen summieren sich zu einer Geometrieabweichung innerhalb des Arbeitsraums auf.

 

Kinematik-Messzyklen wie der CYCLE996 von Siemens oder KINEMATICSOPT von Heidenhain ermitteln diese Fehler der Achskinematiken an Werkzeugmaschinen mit mehreren Rundachsen.

 

Nur mit genau arbeitenden Maschinen sind die Anforderungen bei der Mehrachsbearbeitung zu erfüllen. Zur Erfüllung dieses Kriteriums müssen die Rundachsen richtig zueinander orientiert sein. Für diesen Zweck werden die Kinematiken von Rundachsen vermessen und damit die Vektoren für digital oder manuell ausrichtbare Rundachsen erfasst und eventuelle Korrekturen in die Steuerung eingetragen. Bisher war dies nur mit großem technischen und zeitlichen Aufwand möglich.

Mit dem Messzyklus CYCLE996 steht für diese Anwendung ein spezieller Zyklus zur Verfügung, der nur mit Hilfe einer Kalibrierkugel und einem kalibrierten Messtaster die Rundachsvektoren automatisch vermisst. In der Praxis erleichtert der Zyklus die Kontrolle und erhöht die Prozessgüte, da Korrekturen der Rundachsvektoren z. B. aufgrund von Temperaturschwankungen, mechanischen Schädigungen oder andere Einflussfaktoren automatisiert überprüft werden können.


Rundachsvektoren ermitteln

Zum Vermessen wird eine Kalibrierkugel auf den Tisch montiert. In jeweils drei Schwenkpositionen pro Rundachse wird die Kugel mit dem Messtaster vermessen und die Achsvektoren in dieser Ebene berechnet. Pro Rundachse wird der CYCLE996 dreimal mit unterschiedlichen Schwenkpositionen aufgerufen. Die vollständige Berechnung der Kinematik wird durchgeführt, wenn alle Rundachsen vermessen wurden.


Links zu Thema "Kinematik vermessen"

 

   Kinematik-Messzyklus Cycle996
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